Heute möchte ich einmal das Café Feinsinn in der Klasingstraße in Lingen vorstellen. Das Café Feinsinn hätte ich niemals heute besucht, wenn ich nicht beim Putzen ausgerutscht wäre. Das Café Feinsinn ist nämlich das Krankenhaus-Café des St. Bonifatius Hospitals. Zuerst, wieso ich dort gelandet bin. Dann etwas über das Café. Wer sich für die jeweiligen Abschnitte nicht interessiert, läßt sie einfach aus.
Der Unfall:
Sonnabend ist bei mir meistens Putztag. Mit einem Eimer Putzwasser wollte ich die Treppe hinauf, um das Bad zu wischen. Ich glaube, der Putzeimer war etwas zu voll. Möglicherweise schwappte beim Betreten der ersten Treppenstufe etwas Wasser heraus und spritzte auf die Stufen. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur: Meine Brille sprang mir plötzlich vom Kopf, ich dachte „Mist, meine neue Brille. Hoffentlich ist die nicht kaputt.“ (Alte Brille: hier nachlesen!) Dann dachte ich „Ich bin mit dem Kopf gegen den größten Blumentopf gestoßen, den ich im Haus habe.“ Ich dachte es nicht nur, es war so. Blut tropfte mir von der Stirn, auf mein (zum Glück) rotes Shirt, auf den Boden. Küchenkrepp mußte her. Natürlich stand keine angebrochene Rolle bereit, sondern alles war noch eingepackt. Blut tropfte auf die Plastikfolie der Küchenkrepprollen. Nachdem ich das Gröbste eingedämmt hatte, wischte ich mir mit dem Waschlappen das Blut aus dem Gesicht. Ich stellte fest, dass über meiner linken Augenbraue eine ziemlich tiefe Delle war. Ich rief meinen Mann an, der gerade beim Einkaufen war. Sonnabends ist nämlich bei ihm meistens Einkaufstag, wenn bei mir Putztag ist, eigentlich immer! Er müsse sofort zurückkommen. Er kehrte zurück. Wir erkundigten uns beim Krankenhaus. Wir sollten kommen. Ich meldete mich in der Notfallambulanz an, wurde ca. dreimal gefragt, ob ich eine Tetanus-Impfung hätte. Ja, habe ich! Eine Ärztin nähte mir die Wunde, weil sonst eine Narbe zurückbliebe. Eine Narbe werde ich so auch bekommen, aber keine ganz so große. Morgen vielleicht werde ich ein blaues Auge haben. 48 Stunden lang besteht die Gefahr einer Gehirnerschütterung. Also: kein Autofahren, kein Alkohol, beobachten, ob es mir schlechter geht, schonen. Sooo schlimm ist es nicht. Es tut kaum weh, die Brille ist nicht kaputt, schonen ist okay, aber was mich wirklich ärgert: dass ich mit dem Putzen nicht fertig geworden bin. Das Haus hätte es wirklich nötig gehabt.
Das Café:
Als ich da so lag und mir die Ärztin die Wunde nähte, hatte ich vor allem Hunger. Ich hatte noch gar nicht so viel gegessen. Ich hatte aber durchaus bemerkt, dass das Krankenhaus-Café recht gute Torten im Angebot hat. Eine Torte sah nach Champagner-Trüffel aus! Ich nahm mir vor, auf alle Fälle nach dem Nähen dort vorbeizuschauen. Und nicht nur zu schauen! Im Café wartete schon mein Mann. Leider entpuppte sich die Champagner-Trüffel-Torte als Marzipan-Mohn-Torte. Naja, das wäre für ein Krankenhaus-Café vielleicht auch zuviel des Guten gewesen. Dennoch: Der Frankfurter Kranz, den ich stattdessen nahm, war nicht schlecht. Die anderen Torten, u.a. Stachelbeer-Baiser, sahen auch nicht übel aus. Der Kakao war gut. Und für ein Krankenhaus-Café ist das Ambiente gar nicht mal so schlecht. Ich gebe für das Café Feinsinn im St. Bonifatius Hospital zwei TT. Aber ich nehme es nicht in die Tortenliste auf. Dies ist nun wirklich kein Landcafé, und ich denke, wenn man nicht unbedingt muß, geht man dort auch nicht hin. Es sei denn, man besucht jemanden oder hat selber dort „zu tun“. Dann allerdings ist es den Umständen entsprechend sehr gut!
Sarah
January 7, 2012 at 7:33 pm
In dem Cafe saß ich auch mal… als ich damals auch zum Notarzt musste xD Fand´s ned so prickelnd.
Hoffe dir geht´s mittlerweile wieder besser!!! Auf jeden Fall gute Besserung von mir
christiane
January 8, 2012 at 3:48 pm
Danke, Sarah. Mir geht es ganz gut. Ich war gestern, nachdem das Adrenalin weg war, aber ganz schön erschöpft. Es tut kaum weh, und – toi toi toi – bis jetzt bahnt sich auch keine Schwellung und auch kein blaues Auge an. Allerdings habe ich beschlossen, der große Blumentopf mit der Klivie muß weg von der Treppe. Bei allem Unglück hatte ich noch Glück, dass der Blumentopf mit der Klivie ein runder Blumentopf ist. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wenn ich dort einen eckigen Blumentopf gehabt hätte…
Wieso mußtest du damals die Notfallambulanz aufsuchen?
sarah
January 8, 2012 at 3:59 pm
Na das freut mich zu hören.
Dann mal weg damit bevor iwann was ordentlich daneben geht.
ich hatte damals ne starke Vorderfußprellung, nachdem mir n Mann auf n Fuß gesprungen ist (war ungewollt, der hat sich einfach über n Tor gefreut-hab damals in Bremen auf n Marktplatz GER gegen Türkei gesehen). Erst tats kaum weh aber 1 1/2 Tage spaeter konnte ich nimma laufen…
christiane
January 8, 2012 at 4:15 pm
Mir ist auch mal ein Mann auf den Fuß gesprungen. Der hat das allerdings mit voller Absicht getan. Ich stand am Hamburger Rathausmarkt und wartete auf den Bus. Der Bus kam genau mit der Tür vor mir zum Stehen. Der Mann meinte wohl, ich sei eine unverschämte Dränglerin, weil ich nicht warten könne, bis die Fahrgäste ausgestiegen seien, bevor ich mich reinzwänge. Da sprang er mir mit einem hämischen Gesichtsausdruck voll auf den Fuß. Naja, tat nicht besonders weh, war aber sehr unerzogen von dem Kerl.
Sarah
January 8, 2012 at 4:22 pm
O_o wie dreist ist das denn? Dem hät ich aber sowas von eine verpasst!